

Die Vereinten Nationen würdigten sie für ihren Einsatz für Ernährung, Nachhaltigkeit und gesellschaftlichen Zusammenhalt.
Für ihr jahrzehntelanges Engagement wurde sie 2023 mit dem renommierten Basque Culinary World Prize ausgezeichnet, einer Ehrung, die als „Nobelpreis der Gastronomie“ gilt.
Ich hatte die besondere Freunde, auf Einladung der Generalkonsulin der Republik Türkei, ihre Excellenz İlknur Akdevelioğlu, die Sozialunternehmerin und Starköchin Ebru Baybara Demir kennenzulernen.
Wer sie nur als Starköchin bezeichnet, wird ihr nicht gerecht. Ebru Baybara Demir ist Sozialinnovatorin und nutzt die Gastronomie als Werkzeug, um Leben zu verändern.
Vor mehr als zwei Jahrzehnten gründete sie gemeinsam mit 21 Frauen im Südosten der Türkei das Restaurant „Cercis Murat Konağı“ und schuf damit nicht nur einen kulinarischen Anziehungspunkt, sondern auch neue Perspektiven für Frauen in einer Region, in der wirtschaftliche Chancen lange begrenzt waren.
Was als kulinarisches Projekt begann, entwickelte sich zu einer Bewegung für Frauenförderung, Bildung und regionale Entwicklung.
Besonders beeindruckend ist ihr Verständnis von Gastronomie. Für sie geht es nicht nur um gutes Essen, sondern darum, Menschen zu stärken, Gemeinschaften aufzubauen und nachhaltige Entwicklung zu fördern.
Mit ihren Projekten zur Frauenförderung, lokalen Landwirtschaft, traditionellen Saatgütern, nachhaltigen Produktion und Integration von Geflüchteten hat sie Tausenden Menschen neue Chancen eröffnet.
Mit der „Harran Gastronomy School“ erhielten türkische und syrische Frauen eine gastronomische Ausbildung und neue berufliche Perspektiven. Hunderte Menschen konnten dadurch qualifiziert und in Arbeit vermittelt werden.
Nach dem verheerenden Erdbeben im Jahr 2023 organisierte sie gemeinsam mit Tausenden Freiwilligen die „Gönül Mutfağı“ (Küche des Herzens). Diese stellte Millionen warme Mahlzeiten für Betroffene bereit und unterstützt bis heute Menschen in der Region.
Ebru Baybara Demir kocht nicht nur Gerichte.
Sie schafft Chancen.
Sie stiftet Hoffnung.
Sie beweist, dass ein einzelner entschlossener Mensch eine ganze Region verändern kann.